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09.09.2021

Hinweise zum Sammeln von Pilzen

Es ist wieder Pilz-Zeit in unserer Region, Pfifferlinge und Steinpilze locken die Sammler:innen in die Wälder. In diesem Zusammenhang weist die untere Naturschutzbehörde auf die Vorschriften und Regeln beim Sammeln von Pilzen in unseren Wäldern hin.

Jedermann darf Pilze aus der Natur an Stellen, die keinem Betretungsverbot unterliegen, in geringen Mengen für den persönlichen Bedarf pfleglich entnehmen. Einschränkungen gibt es bei den nach Bundesrecht geschützten Arten.

Das gewerbsmäßige Sammeln von Pilzen (z.B. für Straßenverkäufe), die keinem besonderen Schutz unterliegen, bedarf des Einverständnisses des Eigentümers bzw. der Gestattung des Waldbesitzers und ist der unteren Naturschutzbehörde zur Genehmigung anzuzeigen.

Korb mit Pfifferlingen, Steinpilzen, Birkenpilzen

Folgende geschützte Pilzarten dürfen gemäß Bundesartenschutzverordnung in geringen Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt, aber weder verkauft noch an Dritte weitergegeben werden:

  • Birkenpilz - alle heimischen Arten
  • Brätling
  • Morchel - alle heimischen Arten
  • Pfifferling - alle heimischen Arten
  • Rotkappe - alle heimischen Arten
  • Schweinsohr
  • Steinpilz     

Folgende geschützte Pilzarten dürfen gemäß Bundesartenschutzverordnung grundsätzlich nicht – auch nicht für den eigenen Bedarf – gesammelt werden:

  • Blauender Königsröhrling
  • Echter Königsröhrling
  • Erlengrübling
  • Gelber Bronzeröhrling
  • Grünling
  • Kaiserling
  • Märzschneckling
  • Saftlinge – alle heimischen Arten
  • Schafporling
  • Semmelporling – alle heimischen Arten
  • Sommerröhrling
  • Trüffel
  • Weißer Bronzeröhrling

Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften können mit einem Bußgeld bewährt werden.

Weitere Hinweise zum Sammeln von Pilzen:

  • Zu junge und alte Pilze stehen lassen
  • Angefressene und giftige Pilze nicht zerstören
  • Pilze vorsichtig aus dem Boden drehen oder kurz über dem Boden mit einem scharfen Messer abschneiden
  • Eventuell im Boden entstandene Löcher wieder mit Humus verfüllen
  • Pilze am besten schon am Fundort reinigen
  • Schutzgebietsverordnungen berücksichtigen und Betretungsverbote beachten

Fachkundige Auskünfte geben - neben der unteren Naturschutzbehörde - auch die Pilzberater im Landkreis Ostprignitz-Ruppin:

Gunnar Kamm, Tel. 033923 / 70 453

Dietmar Hagen, Tel. 0162 / 242 7674

Reinhard Symandera, Tel. 03394 / 712 512

(laut Brandenburgischem Landesverband der Pilzsachverständigen e.V.,https://wp.blp-ev.de)