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Opferhilfe bei erlittener Straftat/Stalking

Ansprechpartnerin für Ostprignitz-Ruppin

Opferhilfe Land Brandenburg e.V.TINA DIETZ, Traumatherapeutin (HP)
Büro Bilderbogenpassage
Karl-Marx-Str. 33/34
16816 Neuruppin
Tel. 03391 51 23 00
Di. 14.00 – 18.00  Uhr
Do  09.00 – 13.00 Uhr  
Weitere Informationen und Beratungsstellen: www.opferhilfe-brandenburg.de
(gefördert durch das Land Brandenburg)

Opfer einer Straftat zu werden, ist für die Betroffenen in aller Regel ein Schock.

Nichts ist danach mehr wie vorher. Angst, Konzentrationsstörungen, Schlaflosigkeit, Schreckhaftigkeit und Albträume sind nur einige der möglichen Folgen, die den Alltag der Opfer nach einer Straftat beeinträchtigen können. Ob diese Symptome bleiben und sich zu einer so genannten Posttraumatischen Belastungsstörung verfestigen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Schwere der Straftat, der Persönlichkeit der Betroffenen, aber auch von der verfügbaren Unterstützung für die Betroffenen. Ein Trauma ist eine Situation, die die Betroffenen psychisch überfordert und mit Gefühlen extremer Ohnmacht und Hilflosigkeit einhergeht. Entscheidend ist dabei nicht, ob objektiv eine Bedrohung für Leib und Leben bestanden hat, sondern vielmehr wie die Betroffenen die Situation empfunden haben.

Eine erlittene Straftat beeinflusst sehr oft alle Lebensbereiche.

Viele Betroffene misstrauen den Menschen in ihrem Umfeld und ziehen sich auch von ihren nächsten Angehörigen und Freunden zurück. Der Arbeitsplatz kann gefährdet sein, wenn mangelnde Leistungsfähigkeit auf fehlendes Verständnis oder Unkenntnis von Vorgesetzten und Kollegen trifft. Finanzielle Notsituationen können folgen.

Im Falle eines Strafverfahren müssen Opfer als Zeugen vor Gericht aussagen.

Lange sind sie im Ungewissen über Verlauf und Ergebnis der Ermittlungen. Hinzu kommt die Angst, dem Täter vor Gericht begegnen zu müssen. Von den Prozessbeteiligten fühlen sich die Opfer oft allein gelassen mit ihren Ängsten und ihrem Wunsch nach Würdigung ihres Status als Opfer. Auch das Erlangen von Entschädigungsleistungen ist kompliziert und langwierig. Noch lange nach der eigentlichen Straftat begleitet das Erlebnis und die Folgen die Betroffenen.
 
Was bieten wir Ihnen an

  • Sie können mit uns persönlich über das Geschehene sprechen
  • Wir informieren Sie über mögliche seelische Folgen
  • In therapeutischen Gesprächen können wir Ihnen helfen, das Erlebte zu verarbeiten

Wir informieren über

  • Finanzielle Hilfen
  • Ihre Rechte als Opfer
  • Ihre Situation als Zeuge im Strafprozess

Wir betreuen Sie als Zeugen

  • Vor- und Nachbereitung von Vernehmungen
  • Gerichtsbegleitung
  • Vertrauensbeistand für kindliche Opferzeugen

In unserer Stalking-Beratung

  • führen wir eine Fallanalyse durch,
  • entwickeln gemeinsam mit Ihnen Handlungsstrategien
  • informieren über mögliche Gegenmaßnahmen Wir stellen auf Wunsch Kontakte zu anderen Einrichtungen her.

Die Beratung richtet sich an

  • Alle Menschen, die Opfer einer strafbaren Handlung wurden
  • Frauen und Männer, die Gewalt in der Partnerschaft erfahren haben
  • Angehörige und Freunde von Menschen, die Opfer wurden
  • Personen, die Zeugen einer Straftat wurden und eventuell vor Gericht aussagen müssen Die Beratung erfolgt
  • in allen Sprachen (mit Dolmetscher)
  • kostenlos und streng vertraulich
  • auf Wunsch anonym
  • unabhängig davon, ob Anzeige erstattet wurde

Stalking

Stalking beschreibt ein Phänomen, das gemeinhin auch als „Psychoterror“ bezeichnet wird. Es kennzeichnet immer wiederkehrende maßlose Belästigungen in unterschiedlicher Intensität und Ausprägung. Die Stalker belästigen, verfolgen und bedrohen ihre Opfer meist über viele Jahre. Stalking kann vom Ex-Partner ausgehen, der die Trennung rückgängig machen oder sich rächen will, von einem fanatischen „Verehrer“ oder einem Kollegen, Kunden oder Patienten, der sich falsch behandelt fühlt. Betroffene von Stalking fühlen sich oft hilflos ausgeliefert und sehen keine Möglichkeit, aus der für sie unerträglichen Situation herauszukommen. Ängste, Schlafstörungen und starke Einschränkungen im sozialen Leben sind häufig die Folgen.

Was können Sie als Betroffene tun?

  • Teilen Sie dem Stalker nur einmal unmissverständlich mit, dass Sie keinen Kontakt wünschen. Dies sollte dann Ihre letzte Reaktion auf seine Kontaktversuche sein.
  • Teilen Sie Ihrem Umfeld mit, dass Sie gestalkt werden und suchen Sie Unterstützung bei Verwandten, Freunden und Kollegen
  • Dokumentieren Sie die einzelnen Stalking-Handlungen

Weitergehende Empfehlungen wie z.B. rechtliche Gegenmaßnahmen hängen vom Einzelfall ab. Jedes Stalking ist individuell und bedarf auch einer individuellen Strategie.
Unser Beratungsangebot

  • Wir unterstützen Sie im persönlichen Gespräch und beraten im Umgang mit den seelischen Folgen
  • Wir informieren Sie über Hintergründe des Stalking
  • Wir nehmen eine Risikoeinschätzung hinsichtlich der möglichen Eskalation und Gewalt vor
  • Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir eine Handlungsstrategie
  • Wir informieren über mögliche rechtliche Gegenmaßnahmen